Großübung in Krems II: Ernstfall auf dem Bauernhof fordert Wehr und Nachbarn

Krems II – Am Abend des 16. Oktober 2026 wurden die Freiwilligen Feuerwehren Krems II, Nehms und Blunk um 18:58 Uhr mit dem Stichwort „Feuer Y“ (Feuer mit Menschenleben in Gefahr) nach Krems II alarmiert.

Als ersteintreffende Wehr fand die Feuerwehr Krems II einen stark verrauchten Bauernhof vor. Die Verrauchung war glücklicherweise auf ein Stallgebäude sowie eine angrenzende Fahrzeughalle des Hofes begrenzt. Noch während der Erkundung vor Ort bestätigte sich das schwerwiegendste Szenario: Eine Person wurde noch im Gebäude vermisst.

Schnelle Menschenrettung, Wasserversorgung und Führungs-Unterstüzung

Die kurz darauf eintreffenden Einheiten aus Nehms und Blunk unterstützten die Kräfte vor Ort umgehend. Sofort wurde unter schwerem Atemschutz die Menschenrettung im Gebäude eingeleitet. Parallel dazu bauten die Einheiten aus Blunk und Nehms eine Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke von der naheliegenden Au auf – ein essenzieller Schritt in einem Gebiet, das nicht flächendeckend mit Hydranten ausgestattet ist.

Zur Unterstützung der Einsatzleitung war zudem die Amtsführungsstelle mit einem Einsatzleitwagen (ELW) vor Ort, welche die gesamte Kommunikation während des Einsatzes koordinierte, geleitet und den Funk- sowie Nachrichtendienst sichergestellt hat.

Im realen Einsatzfall hätten die verfügbaren Kräfte und Mittel für diese Lage nicht ausgereicht. Fiktiv wurde die Alarmstufe daher umgehend auf „Feuer 2“ und im späteren Verlauf auf „Feuer 3“ erhöht.

Kritischer Zwischenfall: Atemschutznotfall simuliert

Wie fordernd ein solches Szenario ist, zeigte ein im Übungsverlauf eingespielter Atemschutznotfall: Der bereitstehende Sicherheitstrupp reagierte unverzüglich, ging zur Rettung des verunglückten Trupps in das Objekt vor und konnte die Kameraden zügig aus dem Gebäude bringen. Aufgrund der personellen Engpässe an Atemschutzgeräteträgern im fiktiven Übungsszenario konnte die vermisste Zivilperson jedoch nicht mehr rechtzeitig gerettet werden – eine drastische Erkenntnis, die den hohen Ressourcenbedarf bei solchen Großlagen unterstreicht.

Wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall

Zum Glück handelte es sich bei diesem dramatischen Einsatz um eine gemeinsame Übung. Da real keine weiteren Kräfte nachalarmiert wurden, blieben die Wehren Krems II, Blunk und Nehms auf sich allein gestellt.
Die Übung hat allen Beteiligten eindrucksvoll aufgezeigt:
-Wie enorm hoch der Material- und Personalbedarf bei einem Gebäude- und Stallbrand ist.
-Wie entscheidend eine stabil etablierte Wasserversorgung in ländlichen Gebieten ohne Hydrantennetz ist.
-Wie wichtig der reibungslose Ablauf, eine strukturierte Einsatzleitung und Funkführung sowie die Atemschutzüberwachung bei einem Atemschutznotfall sind.

Dank an die Nachbarwehren

Die Feuerwehr Krems II bedankt sich ganz herzlich bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Nehms und Blunk sowie der Amtsführungsstelle für die hervorragende Kameradschaft, die tatkräftige Teilnahme und die reibungslose Zusammenarbeit. Wir freuen uns schon jetzt auf die zukünftigen gemeinsamen Übungen und Einsätze!

Einsatzdaten

Übung FEU Y Krems II

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